Wir im Wedding ! Fussball für alle




Freizeitteams

Derzeit trainieren auf der Ofenerstrasse zwei Studententeams.Das zweimal die Woche. Gelegentlich halten sie auch Spiele auf dem Kunstrasen ab.

Und nein es sind keine Fremden. Alles Mitglieder des Vereins.

Wilde Achterbahnfahrt

FC Roter Sterni 04 vs. THC Oglumpiakos 4:5 (2:2)

Startaufstellung FC Roter Sterni 04 im 4-3-3: Mollini – Egon, Jogi, Johnny69, Big J – Schorschinho – Hansi F*ck, Pferd – Rieke, Keegan, Goldjunge

Bank FC Roter Sterni 04: Birte Obst, Jansen, Fipse, Wurschi, Marini, Linus, Nils

Tore: 0:1 Oglumpiakos, 1:1 Jannes (Vorlage: Pferd), 2:1 Jannes (Vorlage: Jansen), 2:2 Oglumpiakos, 2:3 Oglumpiakos, 3:3 Goldjunge, 4:3 Goldjunge (Vorlage: Schorschinho), 4:4 Oglumpiakos, 4:5 Oglumpiakos

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Spielbericht zum Spiel am 04.02.2024: Wilde Achterbahnfahrt im letzten Hinrundenspiel

Vorbericht: Munter trafen sich die Sternis schon beim Herrenspiel von Corso99/Vineta und stellten fest: der letzte Abend und die letzte Nacht waren doch länger und die Biergläser doch voller als gedacht. Nun gut, so isses nun mal! Mit Detlef am Spielfeldrand lernten wir erneut, wie man auffer Ofener zu sprechen hat, nämlich in Phrasen. „Ob der Carlos heut nen Dreierpack macht oder sich nen Sechserpack aus’m Kaufland holt, is‘ mir latte“ – ikonisch und auch noch gerdazu hellseherisch, aber dazu später mehr. Dank des breiten Kaders und unserer breiten Brust konnten uns nicht mal die dicken The-North-Face-Jacken, das doch verdächtig hohe Alter der gegnerischen THCler und die angekarrte Sprechgesangkünstlerprominenz (dem Ritter aus dem edlen Hause Lean, welcher seine Talente auf dem Schlachtfeld kaum nachweisen konnte) schocken. Ob sie wohl die Studi-ID-Kontrolle alle bestanden hätten, lässt sich nicht sagen, da die TUB-Fußballmafia natürlich mal wieder nicht ihrer Pflicht nachkam, die Durchsetzung ihrer eigenen Regeln zu überprüfen. Mit einem gemütlichen Aufwärmen ging es dann pünktlich aufs Spielfeld. Blieb nur die Sorge vor Tennisball werfenden Fans, denn von denen trieben sich in Berlin das Wochenende Heerscharen umher.

1. Halbzeit: Lag es am Weißwurst- und Weißbierfrühstück oder eher an der spielerischen Klasse der Olympiaken, aber die ersten Minuten ließen sich die Sternis in die Ecke drängen, wie die Grünen in der Ampelregierung. Erdrückt von Körperlichkeit, für die Uniliga völlig unangebrachtem Kurzpassspiel und gepardengleicher Geschwindigkeit, hechelten die Sternis wie so lästige Chihuahuas hinterher und mussten sich eingestehen: ‚Die ham ma höher gespielt‘ (tatsächlich, wie uns später bestätigt wurde). Unterstützt vom ecuadorianisch-irischen Schirigespann gelang den Olympiaken auch so das 1:0, Schnittstellenpass auf den im Abseits stehenden Mann, der gibt den Ball nach innen und dem Schiri nen Fuffi fürs Wegsehen und zack, zappelt die Murmel im Netz, wie die Forelle beim Fischen. Aber, dies wissen erfahrene Fans bereits, der Sterni kann Spiele drehen und dafür hatten wir heute einen ganz besonderen Mann in der Spitze. Haare wie Tante Käthe, ein Körperbau wie ein junger Gott, ein Siegeswille wie sein Lieblingsverein HSV und eine körperliche Verfassung wie ein dauerquarzender Stammgast einer Berliner Eckkneipe: unser Keegan. Nach wuseligen, kämpferischen Momenten im Mittelfeld landet vom Pferdefuß ein Ball durch die Abwehr hindurch bei unserem Topstürmer, kalt wie eine Hundeschnauze schiebt er den Ball ins lange Eck, vorbei am gegnerischen Kraken und der Ausgleich lässt die Luft im Stadion für einen Augenblick gefrieren: was ein Ausgleichstor. Noch besser werden konnte es nur durch das, was daraufhin geschah: die Sterni erdrücken die Olympiaken in der eigenen Hälfte mit lehrbuchhaftem Pressing und Jansen spielt den idealen Pass, erneut auf unsere Tante-Käthe-Raubkopie im Sturm, der packt die Pieke aus und bumms. Die Kirsche liegt zum Entsetzen der Olympiaken erneut in ihrem Kasten. Die Stimmung schlägt um von ekstatisch zu frenetisch und nicht einmal der unglückliche Ausgleich vor der Pause kann daran noch etwas ändern. Sehr lobenswert war das große Fairplay der Gegner, die einen vom Schiri gegebenen Elfer selbst zurücknahmen und somit das Spiel offenhielt. Chateau, wie der Franzose sagt oder auch Champs Elysee!

2. Halbzeit: Aus der Kabine kam 17 Sternis mit schelmischem Lächeln und einem Matchplan, der die Gegner rätseln ließ. Mit Carlos als noch offensiver ausgerichtetem Rechtsaußen hieß es ab sofort ‚Volle Fahrt voraus Richtung Tabellenspitze!‘. Doch genau in diesen Drang hinein passierte, was nicht passieren darf: Wir schenken dem Gegner ein dämliches Tor nach einer Ecke mit einem Luftloch größer als das uns bedrohende Ozonloch in unserer Atmosphäre. Doch Olympiaken sind Edelmänner (leider hatten sie keine Edelfrauen auf dem Platz) und revanchierten sich postwendend mit einer Flanke scharf wie eine Chilischote vors eigene Tor und da steht einer natürlich in solchen Momenten immer unser Goldjunge und netzt ein. 3:3-Ausgleich und der Start für eine der besten fußballerischen Phase in der Geschichte des Sternis. Mit einer Dominanz im Mittelfeld und großem spielerische Witz kombinierten sich die Sternis gefällig durch die Reihen der Olympiaken, bis Schorschinho einfach mal ganz tief in die Kiste der Traumpässe greift und plötzlich fliegt der Ball im perfekten Bogen in die Box, lockt IV und Kraken an, doch auch einen Mann, dessen Spielverständnis und technische Fähigkeiten ihn etwas Brillantes tun ließen und so nimmt der Goldjunge den Ball an und spitzelt ihn vorbei an beiden Gegnern ins Tor. Erneute Führung und Gänsehaut pur. Doch schreibt der Fußball, genauso wie das Leben leider auch unschöne Geschichten (hierbei möchte der Sterni mit seinen vielen Herthafans gerne Kay Bernstein und auch der Integrität des deutschen Profifußballs [gab’s die überhaupt jemals? Und was ist eigentlich Integrität? Egal.] gedenken, die beide leider von uns gegangen sind). So kam in unserem Spiel einiges zusammen: Ein besonders sympathischer Olympiake riss sich wohl noch unglücklich ein Band und im Anschluss trafen diese trotz des Schocks in allen Gliedern zum Ausgleich. Die Sternis, natürlich voll des Mutes der Verzweiflung, rochen immer noch Lunte und wollten wenigstens einen Punkt auf der Ofener halten, doch individuelle Klasse entschied schon so manches Spiel und auch das unsrige. Eine Bogenlampe konnte selbst Kraken Mollini, la pantera negra, der Mann mit den acht Armen und dem Fußballwissen einer ganzen Sport1 Stahlwerk-Doppelpass®-Besetzung, nicht abwehren. Auch mit unkoordinierter Dreierkette und Schüssen aus allen Lagen, es sollte einfach nicht mehr sein. Schade!

Nachbericht: Ob Gegnerin stark, ob Gegner schwach. Die Sternis spielen stets hellwach. Für sie als Kneipenkrieger*innen. Heißt es nun mal, es gibt mal als nur gewinnen. Und so ging es für die meisten zurück an den Tresen. Doch jeder wird sagen: ‚Schön isses gewesen! Und lange schallt’s noch im Wedding von Schlau und Doof. Der Sterni lebe hoch!

 

Es berichtete wie stets auch das muntere Pferd, das ganz dollen Spaß am Spiel hatte.

Machtdemonstration ohne Happy End

                                          FC Roter Sterni 04 vs. ESCP 2:2 (0:0)

Startaufstellung FC Roter Sterni 04 im 4-3-3: Krake Moritz – Bridda – Hl. Christoph – Phipse – Jayjay – Rot Milan – Pferd (C) - Schorschino – Hansi F*ck – Fridolinho – Jule Julius

Bank FC Roter Sterni 04: Jannes – Rike – Carlo – Goldjunge – Lorenzo – Jogi – Rot(h)er Max – Kappe – Johnny69

Tore: 1:0 Frido (58), 2:0 Hansi (70), 2:1 (80), 2:2 (P) (86) 


Ein neues Jahr schreibt neue Geschichten. Nachdem die roten Sternis zu Silvester geleuchtet haben – nicht nur in unseren Herzen – geht es auch zum neuen Jahr an alte Wirkungsstätte. Das Stadion an der Ofener Straße wartet sehnsüchtig auf Berlins besten Fußball. Der:Die ein oder andere:r hat das Weihachtsschlemmen bei Omi zu sehr genossen und kam mit dem einen oder anderen Kilo zu viel aus der Weihnachtspause. Doch auch wie einst Eden Hazard tut das unseren weltklasse Leistungen keinen Abbruch. Nachdem ganz Fußball Deutschland in den Abgründen der Langeweile und Sinnlosigkeit in fußballfreien Feiertagen versunken ist, hieß es pünktlich zum Bundesligastart zurück in die Uniliga. Aufgrund der kollidierenden Topereignisse zum Samstagnachmittag hat sogar Tipico zusätzliche Server angemietet, um dem überwältigenden Andrang Herr zu werden. (Der Sterni ist hier mit einer klaren 1,05er Quote eingestiegen (mit 0:1 Handicap natürlich))

Trotz widrigerer Bedingungen zum Trainingsstart ist die Moral ungebrochen und der Wille zu Spaß und Erfolg überragend. Doch zunächst ein kurzer Rückblick zum mittlerweile dritten Flinta*-Turnier am letzten Dienstag (9.1.). Nach überragendem Turniersieg im Dezember startete unser Flinta*-Team als Titelverteidigerinnen in das Turnier. Unser Spiel getragen von Teamgeist, Spaß, Fairplay und weltklasse Ballkünstlerinnen führte dennoch nicht uneingeschränkt zu Erfolg. Insgesamt konnten wir 5 Punkte einfahren, mussten den Titel aber vorerst abgeben. Fortsetzung folgt im Februar, FORZA STERNI!

Jetzt aber zum ersten Spieltag 2024. Zu Gast war der ESCP. Das heißt Klassenkampf. Bei solch gut betuchten Gästen wurden als Fans unter anderem amtierender Finanzminister und Porsche Fan Christian CL Lindner, Robsi Robeeert Geisen und Starinvestor Carsten Maschi Maschmayer erwartet. Doch Pustekuchen, der Gästeblock war leerer als die RB-Heimspiele und so konnte die uneingeschränkt stark besetzte Sterni-Bank mächtig für Stimmung sorgen. Ebenfalls ein Novum, der von Papis Geld gesponserte professionelle Schiri. Anlageberater würden sagen, nicht immer das beste Investment, dazu aber später mehr.

So starten wir in die erste Halbzeit mit einer von Stars besetzten Anfangself – bei der sogar PSG und ManCity nur einstecken können. Trotz großem Bemühen erreichen wir keine Kontrolle über das Spiel. Naja, das war noch nie unsere Stärke. ESCP agiert in der offensive mit einer Spielfeldüberlagerung über rechts und kommt so mehrfach mit steil gespielten Bällen in gefährliche Abschlusssituationen. Das frisch aufgestellte Mittelfeld weist dabei in den ersten Minuten noch eklatante Lücken auf, die nur teilweise von der Abwehr gestopft werden können. Doch der Sterni wäre nicht der Sterni, wenn wir nicht in Molle Molinis Abwesenheit Torhütertalent und Hoffnungsträger für die Heim-EM Moritz zwischen den Pfosten stehen hätten. Es folgt also eine Parade nach der anderen und die Null kann gehalten werden. Mehrere Medien bestätigen im Nachhinein, dass ein gewisser Nulian Jagelsmann sich das Spiel vor Ort angeguckt haben soll. Wir sind gespannt, wer am 14. Juni im Tor stehen wird. So richtig läuft es trotzdem noch nicht und so sieht sich Neu Coach und angeschlagener Topstürmer Carlos Goldjunge gezwungen, die Mannschaft von außen auf die richtige Spur zu bringen. Xabi Alonso wäre stolz. So können wir uns gegen Mitte der ersten Hälfte vor allem dank Abwehrchef Christoph defensiv stabilisieren. Bei jeder Aktion raunt die Bank, „der spielt eigentlich höher“. Gegner und Mitspieler:innen können nur staunen. Auch offensiv werden die ersten Akzente gesetzt. Über unsere schnellen Flügel sorgen wir mit mehreren Kontern für Entlastung. Allerdings wirken unsere Gegner vom ESCP in vielen Aktionen etwas frischer. Ob das am Kaviar Frühstück liegt? Durch Regelkenntnisse können sie auf jeden Fall nicht glänzen. Ob Grätsche am Mann / an der Frau, blockieren des schnell ausgeführten Freistoßes oder vermehrtes Beschweren beim Schiri. Dessen Meinung anfangs noch schneller umkippt als Friedrichs Merz Brandmauer gegen rechts. Captain Pferdi versucht es sogar noch mit flüssigem Italienisch. Doch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und so sieht sich der Schiri gezwungen den gelben Karton zu zücken und den ESCP 10 Minuten in Unterzahl spielen zu lassen. So hat sich Papa das Investment nicht vorgestellt. Doch trotz Überzahl und gestiegenen Ballbesitzanteilen können wir bis zum Halbzeitpfiff noch kein Kapital schlagen. Immerhin stimmt mittlerweile die Tendenz. Zeit für eine beherzte Halbzeitansprache von Captain Pferdi.

Mit frischem Elan - gestärkt von Wasser, Sterni und Gummibärchen – geht’s also auf in die zweite Halbzeit. Angepeitscht durch die Kabinenrede – und wir sprechen hier nicht von Graugänsen – kommen wir deutlich verbessert aus der Kabine. Wir halten unser Mittelfeld kompakt und arbeiten wieder verstärkt über unsere pfeilschnelle Flügelzange. Unsere Gegner vom ESCP scheinen die Unterbrechung nicht gut verarbeitet zu haben. Kommt der Kaviar jetzt doch wieder hoch? Und so kommen wir nach steilem Pass auf Flügelflitzer Frido und sattem Abschluss zur mittlerweile verdienten Führung. Ackern können nicht nur die Bauern (ebenfalls momentan zahlreich vertreten in Berlin), sondern auch die Sternis. Und so bleiben wir weiter am Drücker und übernehmen in der zweiten Hälfte die Spielführung. Mit schönem Kombinationsspiel spielen wir den ESCP schwindlig und kommen durch Jannes und Carlos vermehrt zu guten Abschlüssen, können aber noch nichts Zählbares mitnehmen. Das Defensivbollwerk rund um Abwehrchef Christoph steht weiterhin stabil. Zeit nachzulegen, denkt sich der mittlerweile als Achter spielende Hansi, nachdem er im gegnerischen Strafraum an den Ball kommt. Unnachahmlich in der Ballbehandlung lässt er gekonnt zwei Gegner aussteigen, um den Ball dann noch ins linke Eck zu zaubern. Der Profivertag winkt! Vielleicht auch der nächste 3er auf dem Sterni Punktekonto?

Es ist wie betrunken im Club, wenn man was zu verlieren hat, verliert man es meistens auch. Und so geraten wir nach dem 2:0 immer stärker in die Defensive. ESCP hat sich noch nicht aufgegeben und auch der Schiri scheint zunehmend an seinen Lohn zu denken. Nach intensiver Drangphase (u.a. geklärter Ball auf der Torlinie durch Jogi, weiteren starken Paraden von Schlussmann Moritz) muss sich die davor so starke Defensive leider zum ersten Mal geschlagen geben. Die Gegner dringen in den Strafraum, alle Sternis verpassen es aktiv in den Zweikampf zu gehen und nach viel Gewusel rollt das Runde ins Eckige. 2:1, noch ist nichts verloren.  Wir stellen um und agieren jetzt auch taktisch defensiver. Klares Ziel: den Sieg über die Zeit bringen. Das sollte eigentlich reichen, oder? Haben wir auch gedacht, doch im modernen Fußball gilt es immer mit einem potenziellen Handspiel zu rechnen. Dieses Schicksal ereilt auch LV Jogi, der nach missglückter Klärung den Ball an die angelegte Hand bekommt. Der Schiri zeigt, ohne zu zögern, auf den Punkt – auch er muss seine Familie ernähren. Fassungslosigkeit bei den Sternis, Kaltschnäuzigkeit bei ESCP und es steht 2:2. Dabei soll es auch bleiben und der Schlusspfiff ertönt. Der Kälte zum Trotz können wir uns über ein Unentschieden gegen starke Gegner freuen. Auch wenn heute die drei Punkte drin gewesen wären. Jetzt gilt es Herz und Seele zu wärmen, dafür wartet schon ein Kasten Sterni in der Kabine...

Forza Sempre, Forza Sterni!

 

Geschrieben von Jogi


Erster Saisonsieg

                           FC Roter Sterni 04 vs. FC Hansaplatz 4:0 (2:0)

Startaufstellung FC Roter Sterni 04 im 4-3-3: Pferd © - Fidler, Dilshod, Mollini, Big J – Schorsch, Nils, Johannes – Fridolino, Goldjunge, Milano

Bank FC Roter Sterni 04: Sara, Amon, Wurschi, Julius, Kappe, Marinus, Jogi, Hansi

Tore: 1:0 Wurschi (25. Min.), 2:0 Fridolino (37. Min.), 3:0 Goldjunge (81. Min.), 4:0 (90.+2 Min.)